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Sonntag, 9. Januar 2011

ich hasse hasse hasse hasse hasse hasse hasse hasse hasse hasse

Er lacht, und es ist schön, weil ich weiß, dass er es wirklich witzig findet und es nicht nur tut um mir einen Gefallen zu tun. Ich falte Wäsche und er steht im Türrahmen und lacht, lacht, lacht! Plötzlich fangen die Hunde an zu kläffen und ich höre das Garagentor. Sie reißt die Tür auf und ich kann die schlechte Laune riechen, als sie hinein kriecht und sich in sekundenschnelle im ganzen Haus verbreitet. Wir sind schon beim ersten Bellen auseinander gestoben. Sie schreit den Namen von diesem Typen, knallt die Pasta auf den Tisch. Wir starren die Treppe hinauf und wir stehen da und lachen. Ich lache. Laut! "Aren't you gonna eat!" Wir huschen und kuschen, schnappen uns jeder eine Gabel und essen zusammen aus dem großen Pott, ich schmecke es sogar. Gnocci mit Tomatensoße. Ich glaube, ich fand es lecker?! Dann höre ich ihr gezeter und gemecker, sie kommt durch die Tür, bleibt stehen, mustert uns mürrisch. Wir ziehen die Köpfe zusammen, versuchen unter ihrem Blick zu verschwinden. "Wie wars, wie wars?" "Gut, gut!" Aber ihre Stimme klingt angespannt. V kommt herein, sie springt auf. "Wie lange hast du geschlafen?" es ist fast ein Schrei. Und auf einmal wird mir klar, dass sie denkt, wir hätten vielleicht mitgeschlafen, also J und ich, als V. geschlafen hat. V. zieht die Stirn in Falten. Er hat offensichtlich keine Ahnung worum es geht. "5 Minuten!" "Wie ging der Film aus?" Es ist ein Test, wenn es nicht so übel wäre würde ich lachen. Ich lege die Gabel hin. Lecker ist es nicht mehr. Ich merke, dass V. anfängt sauer zu werden und hoffe, dass uns das rettet. Ich schreit zurück wir hätten keinen Film geguckt und das Hockeyspiel sei schon zu enden. Sie rastet einen Moment. Irgendjemand sagt etwas, ich glaube es geht um essen. Dann schaut sie mich an. ich lächle, aber sie lächelt nicht zurück. "Du siehst aus, als würdest du gleich umfallen. Du solltest ins Bett gehen!" Mein okay klingt scheiße ich, weiß. Ich hätte gähnen sollen und etwas murmeln sollen, dass ich wirklich müde sei, aber ich stehe auf. Ein kühles lächeln "Good Night!" Ich erhasche seinen Blick. Augenbraue hoch. Ich bin aufgebracht als ich die Zimmertür schließe zittere ich am ganzen Körper und ich will alles zerreißen, zerreißen! Zerbeißen! Schreien. Und ich atme tief durch und es sollte okay sein oder. Ich höre ihre Stimme die schreit und esrt denke ich sie hätte sich diesen wieder vorgenommen, aber dann merke ich das es J ist, den sie da anmeckert. Sie hat nie etwas an ihm auszusetzen und ich öffne die Tür einen Spalt und ich höre, wie sie ihm all diese Dinge erzählt, dass und warum es nicht erlaubt ist, was wir tun. Warum sie es nicht duldet. Dieses Mädchen darf alles ficken, was rumläuft, aber ich darf nicht mit J abhängen? Ich meine was sollen wir denn machen, uns ignorieren und scheiße sein, weil wir keinen Sex haben dürfen, oder uns nicht Küssen, oder irgendeine Art von Beziehung haben? Ich halt e mich ja schon an die scheiß Regel, aber was soll ich denn machen, wenn er fast jeden Tag vorbeikommt und wenn we nicht vorbei kommt von ihr immer als den Sohn den sie nicht hatte, the "golden one" angepriesen wird. WAS BITTE? Sie kann mir ja nicht verbieten etwas für ihn zuempfinden. Und er sitzt grade unten während ich ins bett geschickt wurde wie ein kleines Kind und sie sind schon beim verschwörerpart angekommen, und ich wei´genau wie er da sitzt und nickt und sagt sie hätte recht und das wars dann. Fini! Na super, manchmal bin ich mir sicher, dass sie es nur verbietet, weil er perfek ist und ich nicht, Weil ich nicht gut genug für ihn bin. Und dazu noch naiv und dumm. Ich hasse gerade. Weiß nicht was, was nicht. Ich hasse.

New York!

05. - 09. Januar! Ich will so furchtbar wieder zurück!

Montag, 3. Januar 2011

Nie wieder Kaffee!

"Don't stay up to late!" sagt er und ich denke das es irgendwie süß ist, aber befolgen kann ich es nicht. Ich tieger rastlos durch mein Zimmer. Beharlich den Spiegel ignorierend. Kläglicher Versuch. Meine Haut is aufgeschwämmt, meine Blick glasig, meine Wangen rot, zu rot!
Die Uhr sagt, es sei 2 und deswegen lege ich mich hin. Drehe mich hin und die Decke her schaue auf meine Handy, aber der Display bleibt leer. Ich bin so unglaublich müde, so müde, zu müde zum einschlafen. Ich frage mich ob das der Kaffee ist, das war viel Kaffee heute, oder gestern, weil das der einzige Grund war, dass ich aufstehen konnte, in die Küche gehen. Aber gestern war das auch nicht besser. Ein bisschen vielleicht weil ich um 6 doch noch eingeschlafen bin. Vorgestern war es 8.
Um 4 wird es immer besonders schlimm und ich liege da starre auf mein Handy bis es endlich um 5:30 klingelt. Nur der Wecker, aber dann kann ich wenigstens aufstehen muss nicht weiterkämpfen. Ich brauche schon wieder eine Pause, obwohl der ganze Scheiß noch gar nicht angefangen hat und mir graut davor gleich in diese Schule zurück zugehen. Ich überlege, ob ich ihn eine Nachricht schreiben soll, weil ich weiß, dass es das besser machen würde, oder nicht, aber dann hätte ich wenigstens was zu tun. Aber heute ist es grau und real und irgendwas hämmert in meinem Kopf, das ich dumm bin, dass das alles dumm ist. Sinnlos. Schmerzlich. Haltlos. Aber so ist ja sowie so alles. Ach, fuck!

Sonntag, 2. Januar 2011

It don't mean I don't love u when I put a gun to ur face!

Die Party wurde dann wohl abgesagt. Er kam vorbei und wir tranken Champagner. Und Bier. Und Schnaps. Und Champanger. Und Champagner. Und dann standen wir in dieser Küche und wir haben uns geküsst oder so. Und irgendwann lagen wir auf meinem Bett und es war großartig. Denke ich. Sex hatten wir keinen. Weil sie rein kam und sagte er sei "off limit"!
Warum? Das habe ich nicht mehr mitbekommen. Ich könnte es mir aber denken.
Weil er seit 5 Jahren eine Freundin hat?
Weil er vor 2 Jahren mal Sex mit Bri hatte?
Weil er zu alt ist?
Ist auch scheiß egal. Ich weiß gar nicht warum ich überhaupt mit ihm rumgemacht habe. Ich meine, die Gründe sind recht überzeugend, was? Aber ich kann wohl nicht einfach etwas mit irgendjemand harmlos-friede-freude-eierkuchen-vernünftigen anfangen. Wär ja viel zu einfach. Na dann, Lucky me und Frohes Neues oder so!

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ein netter Junge.

Vielleicht werden wir Sex haben. Freitag. Ist nur so ein Gefühl. Ich weiß noch, dass ich ihn nett fand als ich ihn zum ersten Mal getroffen habe. Nett, wenn er da auf dem Sofa saß und mir die Chipstüte entgegen hielt. "No, thanks!"
Und ich weiß noch, dass sie mir erzählt hat, er hätte eine Freundin. Hab mit den Schultern gezuckt. Die Freundin hat er immernoch, aber ich weiß nicht ob ich ihn noch nett finde. Trotzdem werde ich zu seiner Party gehen. Oder dieser Party in seinem Haus. Und ich werde sagen, dass mir doch irgendjemand einen Drink versprochen hat und ich werde den Caiphirina trinken, den er mir macht. Ich werde da sitzen und über die Witze lachen, die seine Freunde erzählen. Ich werde vielleicht irgendwann fragen, ob ich vielleicht mal sein Zimmer sehen könnte. Ich werde mich umgucken und sagen, dass ich seine Musik mag. Und ganz vielleicht werden wir dann Sex haben. So läuft das doch immer. Vielleicht dreht er sich dann weg. Vielleicht nicht direkt danach, aber zumindest wenn er einschläft. Wenn ich Glück habe bin ich dann schon betrunken genug und wenn ich aufwache werde ich die verauchten Klamotten vom Vortag überstülpen. Er wird mich unsicher anlächeln und ich winke zum Abschied. Auf dem Rückweg höre ich dann vielleicht Angus & Julia Stone oder Bright Eyes.Ich habe da immer noch diese Wiedergabeliste.
we are nowhere and it's now - bright eyes
lua - bright eyes
first day of my life - bright eyes
big jet plane - angus and julia stone
the devil's tear - angus and julia stone
winning the battle, losing the war - kings of convenience
i don't know what i can save you from - kings of convenience

Und irgendwann wird er dann wieder auf diesem Sofa sitzen und wenn er geht, wird sie sagen: "Was für ein netter Junge!"

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Blaulicht!

Ich höre die Bremsen quietschen sehe wie wir in Sekunden den winzigen Abstand zu dem Auto überwinden, dass aus unerfindlichen Gründen mitten auf der vereisten Fahrbahn stehen bleibt. Eigentlich ist das Gefühl gar nicht so schlecht. Das Gefühl vor dem Aufprall. Ich will die Augen zu kneifen aber es geht viel zu schnell. Ich höre einen ohrenbetäubenden Knall. Der Gurt schlägt mit voller Macht in die Brust. Für einen Moment kann ich nicht atmen. Alles tut mir weh. Meine Brust hämmert. Mein Schlüsselbein bocht. Mein Kopf fühlt sich sowie so ziemlich durchgefickt an und ich habe das Gefühl mich übergeben zu müssen. "Scheiße", höre ich sie neben mir, die Hände zitternd am Lenkrad. "Ich glaube ich muss kotzen!" Der Rest zieht vollkommen an mir vorbei. Der Polizist fragt nach meinem Ausweiß. Beifahrer. Ha! Ein Sanitäter greift nach meiner Hand und ich starkse mit wackelnden Beinen zum Krankenwagen die flackernden Lichter fühlen sich an wie Schläge in meine Magengrube. Der Mann fragt mich nach meinem Geburtstag und ich gerate in Panik, als ich merke, dass ich darüber nachdenken muss. Ich sage es ginge mir gut. Ich kenne meinen Text. Habe ich oft genug geübt. Vielleicht sollte ich mich einfach ins Krankenhaus fahren lassen, aber das Letzte was ich gerade gebrauchen kann ist ein Haufen Ärzte der mich von oben bis unten durchcheckt. Sie messen meinen Blutdruck. "Ist wirklich alles okay?" Ich nicke. "Klar!" Ich erhasche einen Blick auf das Auto. Die komplette Vorderseite ist zusammen gedrückt. Sie fängt an zu weinen und weinen. Mechanisch hebe ich meinen Arm und streiche über ihre Haare. Ich will auch weinen. Das Atmen fällt mir schwer. Vielleicht ist meine Luftröhre genauso zusammen gepresst, wie das Auto. Alle reden wild durcheinander. Man kann ein paar dieser hohen hysterischen Lacher hören, die erschreckend viele Menschen nach adrenalinauslösenden Situationen von sich geben. Wo ist mein Adrenalin? Ich kann die ganze Zeit nur daran denken, was passiert wäre, wenn ich heute Nacht gestorben wäre. "Ich muss dich heute Nacht regelmäßig aufwecken um zu sehen, ob du okay bist!" Ob ich "okay" bin also. Aha. Ich zucke mit den Schultern, ringe mir ein Lächeln ab und die Zimmertür fällt zu. Ich schalte den PC an. "Du wurdest in einem neuen Video verlinkt" Und da sind sie. Sind alle über Weihnachten nach Hause gekommen. Sitzen da in dieser Kneipe, in der ich für eine Zeit lang quasi gelebt haben und lallen in die Kamera, sie würden mich vermissen. Und da ist er. B ist also auch in Köln. Er zieht die Kamera nah an seinen Mund, wirft einen schuldbewussten Blick in L's Richtung. "Björk, ich vermisse deine" Und dann bricht das Video ab. Der Brief ist immer noch nicht angekommen!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Man nennt es Depression.

Man nennt es Depression. Sie sagt Papa hätte eine Depression. Und ich weiß, dass sie Recht hat. Sind Depressionen erbbar? Sie kennt natürlich den Grund, warum ich das frage. In Gewisserweise schon. Vielleicht ist es auch einfach, dass eine gewisse Art von Mensch zu Depressionen neigt. Ist auch eigentlich egal.

"Die Krankheit Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar), Antriebshemmung, mit oder ohne Unruhe, Denkhemmung, Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt. Weitere Symptome können sein: übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen überbetonte Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers (siehe Hypochondrie), das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt (Denkhemmung), sinnloses Gedankenkreisen (Grübelzwang), dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (Libidoverlust). Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht mehr einfachste Tätigkeiten, wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen verrichten kann. Der Schlaf ist nicht erquickend, das morgendliche Aufstehen bereitet Probleme (Morgentief; Tagesschwankungen)."


Wie auch immer. Ich glaube wirklich, dass ich mich langsam vom traurigen Kind zur Depression entwickele. Alles ist so schwammig. Ich zwinge mich von Zeit zu Zeit mit irgendwem zu reden. Ich zwinge mich aufzustehen und ich bekomme Abends im Bett Panikattacken. Wirklich. Das ganze fängt mit langsamen hin und her wälzen an. Und ich lasse meine Gedanken kreisen, weil ich hoffe zu Ruhe zukommen. Aber ich finde keinen Punkt. Wie oft ich den Anker auch auswerfe, er bleibt nicht hängen. Nur graues, schwammeiges Nichts. Und dann gerate ich in Panik. Meine Bewegungen werden hektischer und ich beiße in mein Kissen, weil ich hoffe irgendetwas entladen zu können. Aber so einfach ist das nicht. So einfach nicht.

Ich reiße die Schublade auf. Das Paar Socken fällt auf den Boden. Aber es ist egal. Ich finde die alten Käsekräcker stopfe sie mir in den Mund. Schlucke. Schlucke. Dann kommt der riesige billig Weihnachtsmann dran. Er schmeckt wiederlicht. Aber ich schlucke, schlucke, schlucke. Ich drehe den Lautsprecherregler auf laut. Früher konnte ich mich zum weinen bringen. Wie sah Opa aus als er da tot und gelb in dem scheiß Krankenhausbett vor 4Monaten lag? Wie hat Papa geguckt letzten Samstag? Wie hast du sie über diesen scheiß Ozean hinweg zum heulen gebracht? Da gibt es Lieder, da gibt es Erinnerungen und sie müssten wirken. Sie müssen. Aber es wirkt nichts. Ich sitze nur da mit Schokolade zwischen den Zähnen. Schokolade und Käse. Auf dem Teppich. Schlage den Kopf gegen die Kommode. Versuche ein paar Schluchzer. Aber es geht nicht. ES GEHT EINFACH NICHT!